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Spatz oder Adler?

Wem diese Frage gestellt wird, der braucht meist nicht lange, um sich gedanklich mit seinen „Schwingen emporzuheben“. Ein Glück müssen wir uns auch nicht entscheiden. Oder würdest du gerne als Schmarotzer gelten, der den Menschen die Samen auf den Feldern wegfrisst? Im 19 Jahrhundert gab es deshalb eine Spatzensteuer, die z.B. in Hohenheim verlangte, dass pro Person jährlich zwölf lebende Spatzen abzuliefern waren , wofür sechs Kreuzer ausbezahlt wurden. Wer die Auflage nicht erfüllte, musste zwölf Kreuzer Spatzensteuer zahlen.

Das soll hier keine Geschichtsstunde oder eine Fabel werden, ich möchte Euch nur erklären, wie  ich die Welt sehe und vielleicht hilft es der Ein oder dem Anderen mal weiter.

Ich bin (manchmal) gern ein Spatz. Picke gemütlich in meinem kleinen Leben die täglichen „Krummen“ auf und „zwitschere“ fröhliche Lieder. Da interessiert es mich nicht, ob der Adler in mir, das Gewitter kommen sieht oder ob es über dem Gartenzaun beim Nachbarn „größere Krummen“ gibt. Ich bin zufrieden mit dem was ist.

Ich bin (manchmal) gern ein Adler. Blicke mit der außerordentlichen Sehschärfe „meiner Augen“ in die Zukunft, Träume, nutze die Aufwinde zum Fliegen, freue mich an den „glorreichen“, vergangenen Tagen und feiere meine „Tapferkeit“. Da interessiert es mich nicht, ob der Spatz in mir gerne festen Boden unter den Füßen hat und sich gesellig mit den anderen Spatzen „unterhalten“ möchte. Ich bin zufrieden mit dem was kommt, auch wenn es „nur“ Träume sind. Und ich  bin zufrieden mit dem was war, auch wenn meine Erinnerung alles Rosa färbt.

In Wahrheit springe ich gerne hin und her, zwischen Spatz und Adler, um eine Balance zu finden (manchmal). Bodenständig und Traumtänzer. Emporkömmling und Familienmensch. ICH BIN TOTAL ZUFRIEDEN!